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17.05.2010

Gut verpackt ist halb genesen

„Medizin muss bitter schmecken, sonst hilft sie nicht", behauptete 1944 Erich Ponto als Lehrer Dr. Krey im Film „Die Feuerzangenbowle". Die Zuverlässigkeit und die Wirksamkeit medikamentöser Behandlungen richten sich heute allerdings eher nach der ordnungsgemäßen Einnahme. Das Alten- und Pflegeheim St. Christophorus in Pelm lässt sich daher die ärztlich verordneten Medikamente für seine Bewohner nach neuesten Erkenntnissen vorkonfektioniert, fachsprachlich „verblistert" anliefern.

„Hinter dem Begriff „verblistert" verbirgt sich eine spezielle Form der auf den einzelnen Patienten abgestimmten Neuverpackung von Arzneimitteln, um sie ihm individuell zu verabreichen", erklärt Pflegedienstleiterin Isabella Kühn. Ein „Blister" enthalte speziell für den Patienten abgepackte Medikamente, die er nach ärztlicher Anweisung zu einem bestimmten Zeitpunkt einzunehmen hat.

So stellen entsprechend technisch ausgestattete Apotheken und Verblisterungszentren die verordneten Arzneimittel individuell, also beispielsweise zu Wochenblistern mit sieben mal vier zu bestimmten Zeiten einzunehmenden Medikamenten, zusammen.
Diese werden luftdicht in kleine Einwegtütchen eingeschweißt und mit Patientennamen, Einnahmezeitpunkten oder der Indikation versehen.

„Für unseren Pflegealltag bietet diese patientenindividuelle Verblisterung durch die Apotheke nur Vorteile", ist die Pflegedienstleiterin überzeugt. Diese Art der Verpackung biete ein bisher nie dagewesenes Höchstmaß an Sicherheit vor Verwechslungen oder falschen Dosierungen. Denn bisher hatten die Pflegekräfte die Medikamente der Bewohner zusammengestellt. Heute treffen die Rationen bereits abgepackt in der Station ein und werden dem Bewohner vom Pflegepersonal direkt ausgehändigt.

Verschreibe der Arzt eine andere Medikation, sei durch die Beschriftung auf dem transparenten Beutel eine Verwechslung so gut wie ausgeschlossen. Außerdem überprüfe das Apothekenpersonal die Blister vor der Abgabe durch besondere Kontrollmaßnahmen.

Der Clou dieser pharmazeutischen Verpackungszeremonie ist aber die erhebliche Zeitersparnis für das Pflegepersonal. „Unsere Mitarbeiter können sich nun noch intensiver persönlich um Bewohner und Patienten kümmern".


Kontakt:
Isabella Kühn
Pflegedienstleiterin
---------
Alten- und Pflegeheim St. Christophorus
Auf dem Daasberg 2
54570 Pelm

Telefon: 06591 817 - 104
Fax: 06591 817 - 101
Isabella.Kuehn@maternus.de
www.maternus-senioren.de

 




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