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31.05.2010

„Fingerfood“ macht Senioren wieder Appetit

MATERNUS Senioren- und Pflegezentrum Löhne setzt auf innovatives Ernährungskonzept

 

Finger statt Besteck - das ist die Kernidee eines speziellen Ernährungs¬konzepts für Menschen mit Demenz, das erfolgreich im MATERNUS Senioren- und Pflegezentrum Löhne umgesetzt wird. Fingerfood hat das Ziel, Senioren, die nicht mehr mit Besteck essen können oder wollen, eine Alternative anzubieten und ihnen so größtmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Sie erhalten eine Auswahl von Speisen, die ohne Besteck gegessen werden können.

„Wir bieten Fingerfood seit einigen Monaten für die Bewohner unseres Demenzbereichs und für alle Senioren mit Problemen bei der Nahrungsaufnahme an. Dieses Konzept wird von unseren Senioren sehr gut angenommen. Wir beobachten, dass sie wieder mehr Lust am Essen haben und entsprechend auch zunehmen", berichtet Einrichtungsleiterin Barbara Thater. Fingerfood hat gleich mehrerer Vorteile: es macht das Essen zu einem sinnlichen sowie abwechslungsreichen Erlebnis und die Bewohner können die kleinen Happen auch im Stehen oder Vorbeigehen zu sich nehmen.

„Es geht bei dem Konzept keineswegs darum, Party-Häppchen anstelle normaler Gerichte anzubieten", erklärt Klaus Soltau von der RECATEC Dienstleistungs-GmbH, die das Konzept gemeinsam mit der CURA Unternehmensgruppe entwickelt hat. „Vielmehr werden übliche für die Seniorenkost geeignete Gerichte in anderer Art zubereitet. Dazu eignen sich zum Beispiel entsprechend zugeschnittene Fleisch- oder Gemüsestücke, Kartoffeln, angedickte Süßspeisen in Stücken oder weiches Gebäck." Suppen und Soßen ohne Stückchen können in kleinen Bechern gereicht werden. Im Vorfeld wird analysiert, für wen sich Fingerfood eignet. Außerdem wird beachtet, dass es sich um Speisen handelt, die die Bewohner kennen und in der Vergangenheit gerne gegessen haben.

„In unserer Einrichtung wird Fingerfood je nach Bedarf und individueller Situation als Hauptmahlzeit oder ergänzend zu den Hauptmahlzeiten angeboten", erklärt Barbara Thater die Vorgehensweise. Um eine korrekte Umsetzung des Konzepts zu gewährleisten, wurde das Personal speziell geschult. Zwischen der hauseigenen Küche, den Pflegemitarbeitern und Bewohnern entsteht durch diesen Prozess ein enges und vertrauensvolles Verhältnis. Auch die Angehörigen werden aktiv einbezogen: Es gilt, Verständnis aufzubauen, dass die für uns üblichen Tischmanieren teilweise aufgehoben werden. „Wir haben am 19. Juni einen Tag der offenen Küche organisiert. Von 10.30 Uhr bis zum Nachmittag sind alle, die hinter die Kulissen einer Großküche blicken wollen, herzlich eingeladen, Küchenchef Thorsten Retzlaff und seinem Team bei der Zubereitung der Mahlzeiten und des Fingerfoods über die Schulter zu schauen", so Barbara Thater.

Kontakt:

Barbara Thater, Einrichtungsleiterin
MATERNUS Senioren- und Pflegezentrum Löhne
Koblenzer Straße 3-5
32584 Löhne
Telefon: 05731/ 7297-0
Telefax: 05731/ 729797
E-Mail: barbara.thater@maternus.de
www.maternus.de




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