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08.12.2009
Puppen als Brücke zur Außenwelt
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| Auf der weihnachtlich geschmückten Station übergab Barbara Thater (2.v l.) die Puppen Anna, Ida und Emil an Dr. Jürgen Kornischka (Oberarzt), Priv.-Doz. Dr. Marcus W. Agelink und Eva Schnatmeyer (Stationsleiterin Station P4). |
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An Demenz erkrankte Menschen sind emotional häufig in sich selbst gefangen. Sie können nur schwer gefühlsmäßige Bindungen zu anderen Menschen aufbauen. Das Maternus Senioren- und Pflegezentrum in Löhne hat zum Kontaktaufbau zu Patienten mit Demenz gute Erfahrungen mit so genannten ‚Sinnespuppen' gemacht. Daher hat die Einrichtung jetzt der Station P4 der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Herford zum (Weihnachts-) Geschenk gemacht. Auch hier werden Patienten mit Demenz behandelt.
„Da uns der Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen vertraut ist, wollen wir unsere Kollegen in den Krankenhäusern darin unterstützen", erklärt Barbar Thater, Einrichtungsleiterin des Löhner Pflegezentrums, die vorweihnachtliche Gabe. „Hieraus soll in Zukunft ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung des Umgangs mit entsprechenden Patienten entstehen."
Ein Mensch, der sich in der Gegenwart nicht mehr zurecht findet und verschlossen ist, kann sich beim Anblick der speziell gefertigten Sinnespuppen häufig öffnen. Die Puppen können Erinnerungen wecken, Trost spenden und den Erhalt der Berührungsempfindlichkeit fördern, so dass sowohl eine verbale als auch eine nonverbale Kommunikationsebene geschaffen werden kann. Oft kommen durch die Beschäftigung mit den etwa babygroßen und -schweren Puppen auch Erinnerungen an die eigene Mutter- oder Vaterrolle zurück.
Priv.-Doz. Dr. Marcus W. Agelink freut sich über die Spende: „Für solche Anregungen sind wir jederzeit offen", so der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. „Bei einer guten Zusammenarbeit profitieren Patienten und Kollegen auf beiden Seiten; deshalb wollen wir diese weiterhin gut pflegen."


