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31.05.2010

Befreiung von lästigen Alltagspflichten

Es ist ein menschliches Grundbedürfnis: in einer frei gewählten Wohnung selbständig und selbstbestimmt zu leben. Zuweilen stellt sich allerdings nach Jahrzehnten eines erfüllten Familien- und Arbeitslebens das Erfordernis eines Wohnungswechsels ein. „Mancher fühlt sich am Beginn des Lebensabends von der Unterhaltung des eigenen Haus, der Wohnung oder auch nur der Gartenpflege überfordert", weiß Manfred Mösch, Leiter des St. Josefs-Hauses in Hillesheim aus vielen Gesprächen mit Betroffenen. Besonders im ländlichen Bereich seien beispielsweise Einkäufe oder Arztbesuche mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft langwierig und nicht zuletzt auch beschwerlich. Andererseits sei die Wahl eines neuen Zuhauses eine sehr weitreichende Entscheidung, die Betroffene niemals leichtfertig treffen.

„Mit unserem Angebot des Betreuten Wohnens im Hillesheimer St. Josefs-Haus möchten wir diesen Schritt in eine entspannte Lebensalternative erleichtern", fügt er hinzu. Voraussetzung sei es jedoch, Bewohnern möglichst wenig Verantwortung abzunehmen. Mehr noch: „Meine Mitarbeiter und ich möchten unsere Bewohner darin unterstützen, ihr Leben so selbständig wie irgend möglich zu gestalten - allerdings unbeschwerter". Dass dabei ein liebenswürdiger Service und eine familiäre Atmosphäre geboten würden, sei so selbstverständlich wie - wenn gewünscht - die Befreiung von lästigen Alltagsverrichtungen. Von der Reinigung der Wohnung etwa, vom täglichen Einkauf oder dem unverzichtbaren Küchendienst. Und wer beispielsweise auf den Besorgungsbummel trotzdem nicht verzichten möchte? „Dann bieten wir auf Wunsch gerne auch einen Begleit- und Fahrservice an", erläutert Mösch und erwähnt die sehr leicht erreichbaren Geschäfte in unmittelbarer Nähe des St. Josefs-Hauses.

Es sei auch der unbezahlbare Gewinn von Zeit, der das Betreute Wohnen so attraktiv mache. Denn wer möchte nicht seine kostbare Zeit lieber für sinnvolle und womöglich schon seit Jahren vernachlässigte Hobbys oder Leidenschaften verwenden als sie für lästige Alltagsverpflichtungen zu verschwenden?

„Außer Frage" sei es, das gewählte Appartement mit einer Größe zwischen 32 und 75 Quadratmetern nach eigenem Geschmack zu möblieren und auszustatten. Im Betreuten Wohnen bleibe man wie bisher „sein eigener Herr": Mit den eigenen Möbeln, unentbehrlichen und liebgewordenen Erinnerungsstücken, Büchern und Bildern.

Ein weiterer unschätzbarer Vorteil des St. Josefs-Hauses ergebe sich allerdings erst im gesundheitlichen Ernstfall. In unmittelbarer Nähe zum St. Josefs-Haus befinde sich das Katharinen-Stift. Dadurch sei im Fall des Falles „unverzügliche" Hilfe garantiert. „Oft sind auch lange Krankenhausaufenthalte gar nicht nötig", präzisiert der Einrichtungsleiter. Denn durch die Betreuung im St. Josefs-Haus könne der erkrankte Bewohner sozusagen in seinen eigenen vier Wänden gepflegt werden: „Eine gute Voraussetzung für eine stressfreie Genesung".

 




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